Die Bundesstadt Bonn feiert in diesem Jahr 200 Jahre Karneval mit der Wanderausstellung „Loss mer fiere. 200 jecke Johr en Bonn“. Diese zeigt Ausschnitte der vielfältigen Geschichte, die mit der Gründung der „Bönnischen Carnevals-Gesellschaft“ 1826 ihren Anfang nahm. Wir freuen uns sehr, mit einem unserer nachhaltigen Orden aus Holz zu sehen zu sein.
Schaut vorbei. Bis Oktober 2026 reist die Ausstellung in einem Container durch alle Stadtbezirke. Momentan steht er auf dem Bonner Marktplatz.
Der Oberbürgermeister von Bonn setzt die Tradition fort und lädt am Mittwoch, den 28. Januar, um 18 Uhr zu „BonnExpat Alaaf!“ im Alten Rathaus ein.
Erfahren Sie mehr über die wunderschönen rheinischen Karnevalstraditionen, treffen Sie Karnevalstollitäten – allen voran Prinz und Bonna – und erleben Sie die Proklamation von UNiversa Skirmante von den UNFunken, Bonns internationalem Karnevalsverein, der von UN-Bonn-Mitarbeitern gegründet wurde. Und natürlich erwartet Sie eine Party mit Musik, Tanz und Getränken.
UNiversa Skirmante hat das Vergissmeinnicht und die Friedenstaube als Symbole für die Session gewählt – sie stehen für Erinnerung, Einheit und den bleibenden Wert von Frieden und Gerechtigkeit.
In ihrem Heimatland Litauen hat das Vergissmeinnicht eine besondere Bedeutung: Es symbolisiert Respekt, Widerstandsfähigkeit und kollektives Gedächtnis und spiegelt die gemeinsamen Werte Freiheit, Integrität und Solidarität wider. Traditionell wird es getragen oder ausgestellt, um Dankbarkeit auszudrücken und zu versprechen, diejenigen nicht zu vergessen, die ihr Leben geopfert haben.
Diese Symbolik knüpft wunderbar an das UN-Nachhaltigkeitsziel 16 an, das inklusive Gesellschaften, starke Institutionen und dauerhafte Harmonie fördert, und greift gleichzeitig das Motto des Festausschusses Bonner Karneval auf: „200 Jahre Bonner Karneval – jestern, hück und morje“. Es erinnert uns daran, unsere Traditionen heute zu pflegen, damit Frieden und Einheit auch morgen gedeihen können.
Jede Orden-Figur wird aus FSC-zertifiziertem Holz mit Solarenergie hergestellt und von unseren talentierten UNFunken Mitgliedern mit Baumwollbändern vernäht. Die passende Anstecknadel zeigt ein Vergissmeinnicht aus Filz und eine Friedenstaube mit einem Olivenzweig – eine kleine, aber kraftvolle Erinnerung an Hoffnung und Harmonie.
Die UNFunken und UNiversa Skirmante und auf dem Bonner Marktplatz, um die Saison einzuläuten. Vielen Dank an Prinz Roland I. und Bonna Stephanie III., Kinderprinz Noah I. und Bonna Leonie I., den Festausschuss Bonner Karneval und Bürgermeister Guido Déus für die sonnige Stimmung und das tolle Programm unter dem Motto „200 Jahre Bonner Karneval – jestern, hück und morje“. Wir freuen uns darauf, während der Karnevalssaison alte und neue Freunde zu treffen! 3 x Alaaf
Für alle UNFunken: Trefft uns am 11.11. um 11:11 Uhr auf dem Bonner Marktplatz. Tragt blaue Kleidung und begrüßt gemeinsam mit der Menge die 200. Session des Bonner Karnevals.
UNiverso Gaurang I. mit dem UN Funken Orden | Foto: Larissa Neubauer
Karneval und Nachhaltigkeit – geht das zusammen? Wir UN Funken denken Ja! Und möchten euch zeigen, wie wir das machen. Heute geht‘s um karnevalistische Orden. 🤡🏅
Unsere Orden sind seit zwei Sessionen aus Holz ohne jährliche Zuordnung und können somit auch in kommenden Jahren verwendet werden. Nach der Session können sie als Untersetzer für Getränke dienen. Wenn wir denn noch welche hätten … Sie sind so gut angekommen, dass wir für die kommenden Sessionen neue kaufen müssen. Und dabei könnt ihr uns unterstützen. Schaut euch unsere Crowdfunding-Kampagne an.
Der Charme der Kampagne: Für jeden Beitrag einesr Spenderin ab 5 Euro unterstützt die Plattform uns mit weiteren 10 Euro. Bedeutet: Viele kleine Spenden helfen mehr als eine große. Und schon ab 5 Euro könnt ihr uns die zusätzliche Unterstützung der Bank ermöglichen. Nur, dass ihr es mal gehört habt. 😉
Was passiert, wenn wir unser Ziel von 1.000 Euro nicht erreichen? Dann erhalten alle Spender*innen ihr Geld zurück. Das will doch aber niemand, oder?
Die UNFunken und die UNiversa Skirmante besuchten gestern auf Einladung des Heimat- und Geschichtsvereins Beuel am Rhein e.V. das Heimatmuseum Beuel. Vielen Dank, dass ihr uns Eure Türen geöffnet habt und uns die Möglichkeit gegeben habt, einen entspannten Abend gemeinsam zu verbringen und einen Blick hinter die Kulissen Eures wunderbaren Museums zu werfen.
Wir danken außerdem der designierten Wäscherprinzessin 2026 Judith I. und Obermöhn Patty Burgunder von der Beueler Weiberfastnacht, sowie Oberbürgermeisterin Katja Dörner und unseren Freunden Biggi von der Bonn Information und Dirk für ihr Kommen.
Eindrücke von unserer gestrigen Mitgliederversammlung … dem ernsten Karnevalsgeschehen 🤡
Vielen Dank an alle UNFunken-Mitglieder, die gestern persönlich, online oder im Geiste dabei waren. Präsidentin Heidi, Sekretärin Ute und Schatzmeisterin Audrey wurden einstimmig gewählt, um auch in den nächsten zwei Jahren als Vorstand für die funkelnden Lichter zu sorgen.
Herzlichen Glückwunsch unserer nächsten UNiversa Skirmante. Wir planen eine großartige Session und können es kaum erwarten, bis es losgeht.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei … und wir hatten eine wunderbare Karnevalssession.
Unser UNiverso Gaurang (Thanekar) und die UN Funken sind dankbar für all die Ermutigung und Unterstützung, die wir erhalten haben, und hoffen, dass alle eine fabelhafte und unterhaltsame Karnevalsszeit hatten.
Vielen Dank an den Festausschuss Bonner Karneval und die Stadt Bonn für all ihre Unterstützung und Organisation während einer so langen Sitzung Aber zum Glück geht es am 11.11. wieder los und wir werden dabei sein, um das 200-jährige Jubiläum des Karnevals in Bonn zu feiern!
Oberbürgermeisterin Katja Dörner und UNiverso Gaurang I. | Foto: Larissa Neubauer
UNiverso Gaurang I. (Thanekar) nennt sich augenzwinkernd einen „indischen“ Bonner. Geboren in Mumbai, der größten Stadt in Indien, führte ihn sein Studium im Jahr 2016 nach Deutschland und ins schöne Rheinland. Nach seinem Bachelorabschluss in Pharmazie in seiner indischen Heimat hat er sich an der Internationalen Hochschule (IU) in Bad Honnef und der Technischen Hochschule Deggendorf weiterqualifiziert. Seine Promotion absolviert er momentan an der Politecnico di Milano. Gaurang spricht Marathi, Hindi, Bengali, Urdu, Sanskrit, Englisch, Deutsch und etwas Spanisch. Er lebt mit seinem Partner und ihren Zwergschnauzern in Bad Godesberg.
In der zurückliegenden Session war Gaurang ein aktives Mitglied in der Equipe von UNiverso Stephan I und ist seitdem überzeugter Karnevalsjeck. Für ihn ist der Karneval ein Fest, das Menschen verbindet, egal woher sie kommen. „Bonn zeigt, dass Integration nicht nur möglich ist, sondern Freude macht und uns alle bereichert.“
Das Kostüm von UNiverso Gaurang und die Ordensbänder
Universo Gaurangs Kostüm ist ein traditionelles indisches Peshwai Gewand für Männer, das aus seinem indischen Heimatstaat Maharashtra stammt. Dieser Stil geht zurück auf die traditionelle Kleidung, die von Männern während der Peshwa-Ära des Maratha-Reiches (1674-1818) getragen wurde, insbesondere im 18 Jahrhundert. Dieser Stil zeichnet sich durch Eleganz, Bequemlichkeit und Funktionalität aus und spiegelt die kriegerischen und administrativen Aufgaben der Peshwas wider, während er gleichzeitig die kulturellen und sozialen Normen der Zeit einhält. Diese Art von Kleidung ist eine zeitlose Repräsentation der lokalen Tradition und wird heute oft zu besonderen Anlässen und formellen Veranstaltungen getragen.
Hauptelemente der Peshwai-Bekeidung für Männer
Angarkha (traditionelle Tunika)
Ein langes, fließendes Kleidungsstück, das einem Mantel oder einer Tunika ähnelt.
Normalerweise aus feiner Baumwolle oder Seide, je nach Anlass und sozialem Status.
Dhotar (Dhoti)
Ein langes, nicht genähtes Stück Stoff, das in einer bestimmten Weise um die Taille und die Beine drapiert wird.
Gewöhnlich aus feiner Baumwolle oder Seide, in Weiß-, Creme- oder Erdtönen.
Tilak Pagdi (Turban)
Ein markanter Turban, der auf dem Kopf getragen wird und Ehre und Status symbolisiert.
Es wurden reichere Stoffe wie Seide verwendet, und der Turban konnte mit Juwelen oder Broschen verziert sein.
Shela (Stola oder Halstuch)
Eine dekorative Stola, die über die Schulter drapiert oder um den Oberkörper gewickelt wird.
Sie wird aus Seide oder Baumwolle hergestellt und manchmal mit Zari (Gold- oder Silberfaden) bestickt.
Schuhwerk
Männer trugen traditionelle Ledersandalen oder Mojris (verzierte Schuhe) mit komplizierten Mustern.
Schmuck und Accessoires
Wohlhabende Männer oder Peshwas schmückten sich oft mit Schmuck wie Halsketten, Ringen, Armbändern und Ohrringen.
Baumwolle war der wichtigste Stoff für die Alltagskleidung, da sie sich für das tropische Klima eignete.
Für formelle Anlässe wurden Seide und Brokat bevorzugt.
Die Farben reichten von gedämpften Tönen wie Weiß und Creme für den Alltag bis hin zu leuchtenden Farben wie Rot, Safran und Grün für feierliche Anlässe.
Bänder für die Orden
Die diesjährigen Bänder wurden speziell für den Karnevalsorden der UN-Funken handbemalt. Jedes Band ist einzigartig in Motiv und Farben.
Die Warli-Malerei ist eine traditionelle Stammeskunst, die vom Warli-Stamm praktiziert wird, einer indigenen Gruppe, die hauptsächlich in den Regionen Maharashtra und Gujarat in Indienansässig ist. Charakteristisch für die Warli-Malerei ist die einfarbige Verwendung von weißen Pigmenten auf erdigem, rotem Hintergrund. Sie stellt Szenen aus dem täglichen Leben, landwirtschaftliche Aktivitäten und die natürliche Umgebung mit geometrischen Formen dar.
Diese Kunstform stammt aus der Zeit zwischen 2.500 und 3.000 v. Chr. Sie dient als visuelle Darstellung der Warli-Kultur und betont die Harmonie der Gemeinschaft und ihre symbiotische Beziehung zur Natur. Die Warli-Malereien, die traditionell bei Festen und Ritualen auf Lehmwänden entstehen, spiegeln das reiche Erbe und die spirituellen Überzeugungen des Stammes wider.
UN Funken Blau bei der Proklamation von Gaurang I. | Foto: Larissa Neubauer